Schlagwort-Archive: Absurdität

Woody Allen – ein thanatologisches Werkprofil

Allan Stewart Konigsberg (so Woody Allens bürgerlicher Name) ist wahrscheinlich für viele Menschen der Prototyp des us-amerikanischen Künstler-Intellektuellen: klein, schmächtig, stets Hornbrille tragend, dem Jazz zugeneigt, New Yorker, jüdischer Herkunft und immerzu grübelnd, fragend, (ver-)zweifelnd. Nicht zu vergessen: der Mann ist Atheist und macht daraus keinen Hehl, ganz im Gegenteil. Die existentiellen (oder gar: existentialistischen?) Fragen, die sich ihm deshalb stets stellen – er kann ja nicht auf die vorbereiteten Antworten einer Religion zurückgreifen – verarbeitet er spätestens seit dem Ende der 60er-Jahre mehr oder weniger offen in seinen Filmen und Stücken. Wen wundert es da, dass auch das Problem des Todes ein immer wiederkehrendes Thema in Allens Werken darstellt? Weiterlesen

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Camus und der Tod

Am 07. November 2013 würde Albert Camus, sofern er noch lebte, seinen 100. Geburtstag feiern können. Dieses Jubiläum ist ein guter Anlass, um sich (wieder) einmal mit den Gedanken auseinander zu setzen, die der leider viel zu früh verstorbene französische Literat und Philosoph über den Tod und das Sterben geäußert hat. Von einem weltzugewandten, fragenden Menschen wie Camus, für den „Angst, Tod, Todesangst […] Konstanten in der Kindheit [waren]“ (Sändig 2012, 25), der seine berühmte absurde Betrachtung Der Mythos des Sisyphos (1942) mit den programmatischen Worten beginnt „Es gibt nur ein wirklich ernstes Problem: den Selbstmord“ und der einen sehr ausführlichen, kritischen Essay über die Todesstrafe geschrieben hat (Die Guillotine, 1957), darf man zu diesen Themen doch wohl einiges erwarten – und man kann einiges lernen, wenn man sich etwas Zeit nimmt. ThanatoBlog führt im vorliegenden Artikel, nachdem bereits 2009 sein Roman „Der glückliche Tod“ beleuchtet wurde, kurz und bündig in die allgemeineren Grundzüge der Thanatologie Camus‘ ein.

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